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Streik am Frankfurter Flughafen #verdi

Die Airlines haben vorgesorgt und am Frankfurter Flughafen herrschte während des Streiks gähnende Leere.

Bereits am Mittwoch wurden Fluggesellschaften und Flughafenbetreiber darüber informiert, dass Fraport-Mitarbeiter zwischen 3.30 Uhr und 14.30 Uhr ihre Arbeit niederlegen werden. Ein elfstündiger Warnstreik fand statt und von rund 1300 Flügen fielen am Donnerstag etwa 550 aus.

Viele Passagiere sind aus diesem Grund gar nicht gekommen – sie wurden auf andere Flugzeuge oder auf Züge umgebucht. Ratlose wurden von Servicemitarbeitern informiert und die wenigen Gestrandeten wurden an den richtigen Schalter geschickt.

Die meisten Passagiere scheinen tatsächlich gewusst zu haben, dass nur wenige Flüge am Donnerstag herausgehen. So mussten zumindest die wenigsten auf Feldbetten übernachten.

Christine Behle, Verdi-Bundesvorstand und Verhandlungsführerin sprach um acht Uhr in der Abflughalle zu den Streikenden: “Wir wollen mehr Geld, wir wollen mehr Geld!”, ruft sie vom Podium herunter. “Wir fordern einen monatlichen Einheitsbetrag von 100 Euro für jeden Vollzeitbeschäftigten und eine Lohnerhöhung von 3,5 Prozent”, zählt Behle auf. Außerdem müsse es für Auszubildende eine Garantie auf unbefristete Übernahme geben.

Verdis Landesbezirksleiter, Jürgen Bothner, zeigte sich am Ende des Tages zufrieden: “Wir haben eindrucksvoll gezeigt, dass wir es ernst meinen mit unserer letzten Warnung an die Arbeitgeber.”

Die nächste Verhandlungsrunde beginnt bereits am 31. März. Dort müsse man nun endlich Ergebnisse erzielen. Die Fraport dagegen kritisiert, dass der Streik den Flugbetrieb stark einschränke und das es noch bis Freitagmorgen zu Verspätungen kommen kam.

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