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Die 10 schrägsten Paketinhalte der Geschichte

Wenn Ihnen unser Beitrag zu den skurrilsten Zustellmethoden schon zugesagt hat, dann bitte weiterlesen! Freuen Sie sich auf die 10 schrägsten Paketinhalte der Welt!

Wer Vielversender ist, weiß: Die Liste an verbotenen und eingeschränkten Artikeln für den Paketversand ist lang. Wenn man sich ansieht, was alles in den vergangenen zweihundert Jahren vor der Existenz dieser Liste versendet worden ist, haben die entsprechenden Verbote ein standfestes Fundament. Die schrägsten Paketinhalte zwischen 1800 und heute sind kaum zu glauben und teilweise auch sehr gefährlich für den Versand gewesen – sowohl für Lieferanten als auch für die Paketinhalte selbst.

Wir haben etwas recherchiert und die 10 schrägsten Paketinhalte der letzten 200 Jahre für Sie zusammengesammelt. Seien Sie gespannt, was alles im Versand steckte!

1) Diamanten per Post

Einer der wertvollsten Paketinhalte in der Geschichte des Versands ( –  Personen außen vor gelassen) war der Transport des Hope Diamanten 1958. Harry Winston spendete den Diamanten der Smithsonian Institution für nationale Juwelensammlung und schickte den mehr als 1 Millionen US-Dollar teuren Edelstein per Postversand an das Museum. Das Porto betrug nur 2,44 US-Dollars plus 142,85 US-Dollar Versicherung.

Diamond

2) Ziegelsteine als Protestpaket

Dem Aktivisten Abbie Hoffman wurde es in den 70ern in den USA zu bunt. Nervige Abonnement-Werbebriefe von Banken, Kreditkarten-Instituten oder anderen Unternehmen wurden ihm zu viel. Üblicherweise waren die Spambriefe mit einer Antwortkarte versehen, auf der eine Rücksendung an den Versender garantiert war. Die Versender dieser Karten waren also gesetzlich dazu verpflichtet das Porto dieser Antwortkarten zu entrichten. Abbie Hoffman rief in seinem Buch „Steal this Book“ dazu auf, die von den Versendern bereits bezahlten Rückumschläge oder Antwortpostkarten an Ziegelsteine zu heften, so dass die Portogebühren für die Spammer in die Höhe schlugen. Viele folgten dem Aufruf und versendeten jede Menge Ziegelsteine.

Bricks

3) Bank kam per Post

Und wir bleiben bei Ziegelsteinen: Den größten Artikel, den die Post wohl jemals verschickt hat, war ein komplettes Gebäude und zwar eine Bank 1916 in den USA. William H. Coltharp, ein junger Geschäftsmann hatte eine Vision und zwar eine neue Bank an der Ecke einer Straße in Vernal, Utah, zu bauen. Natürlich konnte Coltharp kein fertiges Gebäude durch die Post schicken lassen. Allerdings wollte er nur die besten Ziegelsteine für seine Bank verwenden und beschloss, diese Ziegelstein für Ziegelstein von der Salt Lake Pressed Brick Company per Post schicken zu lassen – alle 80.000 (!). Die Paketpost würde die kostengünstigste Möglichkeit sein, die Ziegel für den Bau zu versenden. Also packte er kurzum die Ziegel sorgfältig in getrennten Kisten. Pro Sendung wurden rund 40 Kisten verschifft und jede Sendung wog etwa eine Tonne. Nachdem die Post also eine ganze Bank Ziegelstein für Ziegelstein von A nach B geschleppt hatte, änderte die Postbehörde ihre Regeln: Kunden dürfen nur 200 Pfund Ware pro Tag versenden, so dass sich der Versand von kompletten Gebäuden nicht wiederholen würde.

Zions bank

4) Katzenrohrpost

Zustellungen per Briefträger wurden in New York in den 1890ern von einem beeindruckenden System ergänzt: Eine Reihe von Druckluftrohren, in denen Postartikel mit pneumatischem Druck durch die Stadt regelrecht geschossen wurde. Briefe fetzten durch die Rohre, sogar eine Bibel machte es heil durch. Den Postmeistern war es damit allerdings nicht genug und sie strebten nach anderen kuriosen Artikeln für den Rohrversand. Also steckten Sie kurzum eine Katze ins Rohr und feuerten Sie ab. Etwas benebelt aber lebendig hat es die Katze aus dem Postrohr geschafft. Begeistert von der neuen Posttechnologie wie Postmeister war sie aber wahrscheinlich nicht.

Cat

5) W. Reginald Brays Hund verschickt

Reginald Bray, wer ist das denn fragen Sie sich jetzt vielleicht? W. Reginald Bray war ein gutes Beispiel für einen englischen Exzentriker, der manchen Postmitarbeiter in Großbritannien mit Sicherheit auf die Palme brachte. Bray testete das Postwesen und war neugierig, was die Post denn so alles verschicken und was auch tatsächlich ankommen würde: halbgeräucherte Zigarren, Bratpfannen und ein Kaninchenschädel – alles kam an. Weiterhin testete er wieviel Spielraum die Lieferadressenbescheibung denn zulasse. So verschickte er zum Beispiel eine Sendung „an den Besitzer des bemerkenswertesten Hotels der Welt auf den Straßen zwischen Santa Cruz und Santa Jose, Kalifornien„. Bray hat unter anderem auch seinen eigenen Hund per Paketversand verschickt, allerdings an seine korrekte Heimatadresse; sein Hund kam unversehrt an. Eines nachts soll sich Bray sogar selbst verschickt haben, als er sich verlaufen hatte. Die Adresse, die er suchte, wusste er aber und gab sich selbst bei der Post auf.

Dog box

6) Chamäleon

In den Fünfzigern hat ein fürsorglicher Chamäleonbesitzer, David, seinen Vierbeiner in den USA von Ohio nach Florida verschickt. Warum? Dem Chamäleon wars in Ohio zu kalt, also wollte der Besitzer seinem tierischen Freund eine wärmere Umgebung bieten. Dem Postmitarbeiter schrieb David folgendes (übersetzt aus dem Englischen):

„Sehr geehrte Damen und Herren,

ich schicke Ihnen mein Chamäleon, weil ich in Fostoria, Ohio, lebe und es hier zu kalt für ihn ist. Bitte lassen Sie ihn frei.

Mit freundlichen Grüßen,                         

David _________________            

P.S. Könnten Sie mich wissen lassen, wenn er ankommt? Haben Sie vielen Dank. Ich bin so in Sorge um ihn.“

Die Antwort des Postamtes in Florida lautete wie folgt:

„Lieber David,

Ich habe Ihr Chamäleon gestern erhalten und sofort auf dem Postgrundstück freigelassen.

Mit den besten Wünschen für ein frohes Weihnachtsfest, 

L.A. Bryant, Jr.            

Postmeister“

Chameleon

7) Kinder im Versand

Eine der größten Innovationen der Post, was heute für uns ganz selbstverständlich ist, ist der Versand und Transport von größeren Paketen. Diese Innovation führte tatsächlich dazu, dass Eltern anfingen ihre Kinder per Post zu verschicken. Es stand ja nirgends, dass es verboten sei.

Baby John, acht Monate alt, wurde von seinen Eltern Jesse und Mathilda in Ohio als 5 Kilo Päckchen aufgegeben und per Post an die Großmutter verschickt. Die Versandkosten beliefen sich damals auf 15 Cent. Immerhin haben die Eltern den Versand noch für 50 Cent zusätzlich versichert und der Transport war nur für wenige Kilometer. Der Versand des kleinen John war zum Glück nicht in üblicher Manier mit Packpapier oder gar in einem Pappkarton. Transportiert wurde der Junge in einem Postbeutel zu seiner Großmutter.

Boy in a bag

Die Geschichte von May Pierstorff ist ebenso erstaunlich wie die des kleinen John. Per Postwagon in Idaho wurde sie 1914 von ihren Eltern von Grangeville an Verwandte mehr als 100 Kilometer entfernt verschickt. Zwar und zum Glück nicht im üblichen Paketversand, sondern mit den entsprechenden Postmarken an ihrem Mantel angeheftet war sie im Versand im Zug unterwegs. Paketpost in den USA war um einiges billiger als der Transport in öffentlichen Verkehrsmitteln; so war es für die Eltern günstiger ihre fünfjährige Tochter per Post zu verschicken als ihr ein Zugticket zu kaufen.

8) Krankheiten im Versand

Wo es im 19. Jahrhundert noch keine Unterscheidung zwischen Gefahren-, Medizin- oder Tiertransport gab und man ja sogar Personen verschicken konnte, haben es tatsächlich auch Krankheitserreger in den üblichen Versand geschafft. Das nationale Gesundheitsamt in den USA hat von Ärzten im ganzen Land verschiedene Stämme von Diphterie, Scharlach und Pocken per Post erhalten, so hat es die Postmitarbeiterin Daisy James von der New Yorker Post festgehalten. Von Health und Safety am Arbeitsplatz hat das Postamt von damals noch nicht viel gehört.

Petri dish

9) Leiche im Paket

Dass der Versand einer Leiche ganz unschuldig sein kein, zeigt ein Vorfall in Brasilien. Gar nicht so lange her hatte ein Mann die körperlichen Überreste eines Menschen an Freunde von Rio de Janeiro nach Vicosa verschicken wollen. Der Grund ist so unschuldig wie treuherzig: Die Eltern des vier Jahre zuvor verstorbenen Sohnes wollten eben diesen in Vicosa bestatten. Da diese und der Absender nicht wussten, dass der Versand von menschlichen Überresten in Brasilien illegal ist, wurde von juristischen Folgemaßnahmen abgesehen.

Etwas anders sieht die Geschichte in Japan aus. Dort hat sich nämlich ein Paket mit grausigem Inhalt auf einen 400 Kilometer langen Weg nach Tokio gemacht. Paketinhalt: eine ermordete Krankenschwester, die als Tonpuppe ausgeschrieben war. Die Täterin hat nach dem Versand die Identität der Toten angenommen und ist nach Shanghai geflüchtet. Dort habe sie sich später der Polizei gestellt.

collage murder

10) Versand in die Freiheit

Eine so skurrile wie bewegende Geschichte ist die des Sklaven Henry Brown von 1849. Henry Brown war ein Sklave, der sich selbst in die Freiheit schickte und das per Paketversand. Mit Wasser und Keksen wurde er von einem Helfer in eine Holzkiste in Fötushaltung gepackt und per Versand in den Norden nach Philadelphia aufgegeben. Browns Reise dauerte 27 Stunden und er wurde in seiner Box auf Wagen, Zug und Schiff transportiert. Über den gesamten Weg hinweg blieb Brown mucksmäuschenstill oder zumindest so still, so dass er nicht entdeckt werden würde. Am 24. März ist er in Philadelphia als freier Mann angekommen.

Boxbrown

Illustration von Samuel Rowse

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